
Die Stadt Großenhain entwässert überwiegend im Mischsystem, nur später erschlossene Gebiete, über-wiegend in den Außenbereichen der Stadt, entwässern im Trennsystem.
Das Mischwasserkanalnetz wurde in seiner Gesamtheit zuletzt im Jahr 2006 rechnerisch überprüft. Seitdem kam es zu baulichen Tätigkeiten im Kanalnetz und in der Bebauung der Stadt sowie zu Änderungen im technischen Regelwerk. Daher ist eine aktuelle Nachrechnung der Mischwasserkanäle zur Fortschrei-bung des Mischwasserbeseitigungs-konzeption geboten.
Das gesamte Einzugsgebiet der Stadt Großenhain wurde in fünf Teileizugs-gebiete eingeteilt. In einem ersten Planungsschritt wird das Teileinzugs-gebiet des Kanalnetzes, das zum Regenüberlauf Rahmenplatz entwäs-sert, mittels hydrodynamischer Ein-zelsimulation hydraulisch überprüft. Dazu erfolgt eine neue Erhebung der an das Kanalnetz angeschlossenen
Flächen und Trockenwetterabflüsse und eine Kalibrierung der Berech-nungsansätze mittels einer Messkam-pagne. Im Ergebnis der Berech-nungen sollen Handlungsbedarfe im Kanalnetz und freie Kapazitäten auf-gezeigt werden.
Die Berechnungsergebnisse bilden zudem eine Grundlage für vorge-sehene spätere Berechnungen von nachfolgenden Netzabschnitten be-ziehungsweise eine Schmutzfracht-simulation des Gesamtgebiets.
Einzugsflächen
Die Einzugsflächen werden auf Basis des übergebenen Kanalnetzplans und der Geländetopografie festgelegt. Das Einzugsgebiet wird in Gebiets-typen mit charakteristischer Bebau-ung und in etwa gleichen Befesti-gungsgraden eingeteilt
Die Flächenermittlung wird anhand der Durchflussmesskampagne über-prüft und angepasst. Bei der Erhe-bung in den Musterflächen erfolgt

Stadtverwaltung Großenhain
Mischwasserbeseitigungskonzept
Tom Franitza
Safin Ahmed
Jan Pfefferkorn
ab 08.2024