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Nossen - Miltitz-Roitzschen - Meißen-TriebischtalOberbauerneuerung NRE

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Streckenverlauf NRE (Quelle GeoViewer DB InfraGO 2026)
Arbeiten an einem Bahnübergang

Die Strecke 6386 Borsdorf-Coswig im Freistaat Sachsen wird im Abschnitt Döbeln Grenze bis Meißen-Triebisch-tal von einem nicht bundeseigenen, öffentlichen Eisenbahninfrastruktur-unternehmen, der Nossen-Riesaer-Eisenbahn-Compagnie GmbH (nach-folgend NRE genannt), betrieben. 

 

Im betrachteten Strecken­abschnitt liegen die Bahnhöfe Nossen, Deut-schenbora, Miltitz-Roitzschen und Meißen-Triebischtal. Auf freier Stre-cke verläuft die Bahn eingleisig und ist nicht elektrifiziert. Bis zum Jahr 2015 wurde sie für den SPNV und Güterverkehr genutzt, seit dem Jahr 2016 findet auf der Strecke nur noch Güterverkehr statt.

 

Dabei verläuft die Strecke sowohl über Bahndämme und Brücken als auch durch Anschnitte, Ebenen und Siedlungsgebiete. Teilweise liegen Schutz­gebiete wie Flora-Fauna-Ha-bitate und Vogelschutzgebiete in diesem Bereich. 

 

Im von der Maßnahme betroffenen Streckenabschnitt befinden sich zahl-reiche Straßen- und Wegunter- bzw. -überführungen, zudem überquert die Bahntrasse mehrfach den Fluss Trie-bisch. An den Abschnittsgrenzen der NRE ist die Strecke an das Netz der DB InfraGO (ehemals DB Netz) ange-bunden.

Aufgabenstellung

Die NRE plante die Erneuerung von Gleisen bzw. Gleisbaustoffen auf Grund von Verschleiß­erscheinungen aus dem laufenden Betrieb. Die Eisenbahninfrastruktur soll durch die Maßnahmen ertüchtigt werden, um einen betriebssicheren Zustand der Strecke zu erhalten. Maßgabe für die Planung der Oberbauerneuerung war, das durchgehende Hauptgleis in den umzubauenden Abschnitten mit einer Strecken­geschwindigkeit von bis zu 100 km/h auszulegen.

 

Planungsumfang

Für die beschriebenen Baumaßnahme wurde der Austausch von schadhaf-ten Schwellen und Schienen zwi-schen Nossen, Miltitz-Roitzschen und Meißen-Triebischtal geplant. Es wur-den defekte Schwellen gegen Beton-Neuschwellen getauscht, Schienen wurden erneuert oder getauscht.

 

Im Anschluss an die Gleiserneuer-ungen wurde das Gleis gestopft und die Soll-Gleislage hergestellt. In den Anschlussbereichen an die Gleiser-neuerung wurden Durcharbeitungs-stopfgänge geplant, um die Soll-Gleislage sowie die Soll-Überhö-hungen und Soll-Überhöhungsram-pen herzustellen. Im Bf. Miltitz-Roitzschen sollte der Schwellensatz einer Außenbogenweiche auf Grund von Schäden erneuert werden.

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Auftraggeber
Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie GmbH (NRE)
Leistungen

Verkehrsanlagen      LP 2, 3, 5, 6, 8
Ingenieurbauwerke LP 2, 3, 5, 6, 8
Kostenplanung          LP 3, 6
Örtliche Bauüberwachung
Sonstige Leistungen
SiGeKo
Planungsbegleitende Vermessung

Verkehrsanlagen

Henning Sternstein
Henri Vers
Jens Kadler
Petra Scheler
Thomas Franz
Ingenieurbauwerke
Mathias Räck
Judith Zavesky
Kostenplanung
Henning Sternstein
Henri Vers
Örtliche Bauüberwachung
Henning Sternstein
Martin Beyreiss-Pfefferkorn
Sonstige Leistungen
Planungsbegleitende Vermessung NAN - Dr.-Ing. Udo Franke Ingenieurbüro für Vermessung

Planungszeitraum

11.2023 - 01.2025
Fertigstellung
vsl. 04.2026

Baukosten netto

ca. 4,2 Mio. EUR


Nossen - Miltitz-Roitzschen - Meißen-TriebischtalOberbauerneuerung NRE

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Die Gleisbaumaßnahmen umfassten also im Wesentlichen folgende Leis-tungen im Schotteroberbau:

  • Schwellenerneuerung
  • Schienenerneuerung
  • Schienentausch
  • Erneuerung Weichenschwellensatz

Auf fünf Eisenbahnüberführungen in Form von Brückenbauwerken sollten die bestehenden Holzbrückenbalken erneuert werden, da diese ihre zykli-sche Lebensdauer erreicht hatten und Schäden in Form von Rissen, Verwit-terung und Fäulnis aufwiesen. Es sollten neue Brückenbalken in Form von Kunstholzschwellen eingebaut werden, welche aufgrund von kons-truktiven Außermittigkeiten teilweise statisch neu berechnet werden muss-ten.

Es erfolgten in dem Zuge komplette Korrossionsschutzmaßnahmen der oberen Brückenüberbauten und teil-weise Ersatzmaßnahmen von ver-schlissenen Stahlbauteilen der Brü-ckenbalkenauflager und Brückenauf-lagerbefestigungen. An zwei Brücken mussten zudem Schwellenroste der Kammerrahmen ersetzt werden, was einer umfangreichen Planung im kons-truktiven Ingenieurbau bedurfte.

 

Für die später geplante erhöhte Stre-ckengeschwindigkeit von bis zu 100 km/h wurden zudem Trassierungsan-passungen in den Überhöhungen so-wie den Überhöhungsrampen durch Gleisdurcharbeitungen erforderlich.

 

Es waren zudem vier Bahnübergänge von den Maßnahmen betroffen und 

mussten bauzeitlich aufgenommen werden. Dies und die anschließende Wiederherstellung des Ursprungzu-standes der Bahnübergänge erforder-te im Wesentlichen folgende Arbeiten:

  • Rückschnitt der Asphaltbefestigung
  • Aufnahme der Gleiseindeckung
  • Wiedereinbau der Gleiseindeckung
  • Anpassung der Asphaltbefestigung
  • Fugenverguss des Asphalts
  • Markierungsarbeiten
  • Verkehrssicherung als Notwendig-keitsmaßnahme

Weitere Planungsbestandteile:

Umfangreiche Kostentrennung und anschließende Kostenkontrolle über alle Leistungsphasen aufgrund der Beteiligung unterschiedlicher Förder-mittelgeber beuiehungsweise Kosten-träger am Projekt (Bund, Freistaat Sachsen, NRE)

Instandsetzung und Korrossionsschutzmaßnahmen Brückenüberbau vor Einbau Brückenbalken
Momentaufnahme nach Schienen-/Schwellenerneuerung
Fertiggestelltes Gleis mit Brückenbalken (Kunstholzschwellen)
Gleissanierung