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Seebühne KriebsteinSanierung und Erweiterung

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Herzstück des Projekts ist ein neues Funktionsgebäude aus massivem Holz, das in ökologischer Bauweise errichtet wird. Es ist energieeffizient mit Wärmepumpe und Solaranlage ausgestattet und fügt sich harmo-nisch in die Umgebung der Krieb-steintalsperre ein. Weiterhin ent-standen moderne Umkleiden, Sanitär- und Gastronomiebereiche sowie bar-rierefreie Zugänge. Damit wurden nicht nur die Arbeitsbedingungen für Künstlerinnen und Künstler verbes-sert, sondern auch der Komfort für die Besucherinnen und Besucher erheblich gesteigert. Auch die Zu-schauertribüne wurde erweitert und modernisiert. 

Das Gebäude kombiniert Gastrono-mie, Sanitärbereiche und Funktions-räume für die Seebühnennutzung in einer klar strukturierten Bauform. Im Erdgeschoss befinden sich die Innen- und Außengastronomie mit insge-samt 70 Sitzplätzen, die Besucher-Sanitäranlagen sowie flexibel nutzba-re Räume für die Akteure der See-bühne. Die Haustechnik ist auf Erd- und Obergeschoss verteilt. Im Ober-geschoss liegen Garderoben, Umklei-den, WC- und Duschräume, Aufent-halts- und Schminkräume, die sowohl über eine zentrale Treppe als auch über eine barrierefreie Rampe von der höher gelegenen Zufahrtsstraße er-reichbar sind. Dadurch bleibt eine 

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Auftraggeber
Zweckverband Kriebsteintalsperre
Leistungen

Architektur
Freianlagenplanung
Brandschutzkonzept
EnEV
LP 2 - 8
LP 2 - 8

 

Architektur

Ferdinand Eichler
Steffen Seidel
Freianlagenplanung
Silke Peuker
Brandschutzkonzept
Gunter Groth
EnEV
Charlotte Darmer

Planungszeitraum

09.2022 - 05.2024
Bauzeitraum
02.2024 - 04.2026
Fertigstellung
06.2026

Baukosten netto

KG 200 - 700                2,7 Mio. EUR
KG 300 - 400                1,9 Mio. EUR
KG 500                         0,31 Mio. EUR

Flächen

NUF
BGF
BRI
891 m²
1.032 m²
2.950 m²


Seebühne KriebsteinSanierung und Erweiterung

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zeitlich unabhängige und vom Publi-kum abgetrennte Nutzung gewähr-leistet. Die Dimensionierung der Sani-tärräume erfolgt auf Grundlage der VDI 6000 und basiert auf etwa 950 Zuschauern.

 

Für die Überdachung der Tribüne wur-den verschiedene Varianten geprüft, wodurch letztlich ein vorgelagertes Stahlbetonelement als Terrassen- und Überdachungsbauteil am Westgiebel entwickelt wurde. Es verbindet die außenliegenden Erschließungswege mit dem Eingang im Obergeschoss und überdacht zugleich Teile des Erd-geschosses. Die Außenanlagen wur-den barrierefrei neu geordnet, die Sitzplatzkapazität um rund 130 Plätze erweitert, jedoch insgesamt auf maxi-mal 999 limitiert. Eine zusätzliche Treppe sorgt für einen verbesserten Zugang zur Bühne, und befestigte Flächen, Treppenanlagen sowie das Gelände wurden entsprechend ange-passt.

 

Die Barrierefreiheit wurde nach Leit-faden und DIN 18040 umgesetzt, so-dass sämtliche Bereiche barrierefrei erreichbar sind. Im Erdgeschoss be-finden sich rollstuhlgerechte Sanitär-anlagen und Wickeltische, die Wege-führung ist übersichtlich und kontrast-reich gestaltet. Eine mobile drahtlose Höranlage unterstützt schwerhörige Besucher. Das erstellte Barrierefrei-heitskonzept wurde vom Behinderten-verband des Landkreises bestätigt.

Ein Schwerpunkt des Projekts lag auf Nachhaltigkeit und ressourcenscho-nender Bauweise. Das Gebäude ent-stand in Holzbauweise, die zahlreiche ökologische Vorteile bietet. Holz ist ein nachwachsender, heimischer Roh-stoff mit kurzen Transportwegen und hervorragender CO₂-Bilanz. Es bindet mehr Kohlenstoff, als bei seiner Ver-arbeitung freigesetzt wird, und spei-chert diesen über die gesamte Le-bensdauer des Gebäudes – wodurch die Holzbauweise nahezu CO₂-neutral ist. Darüber hinaus wirkt Holz als natürlicher Luftfilter und trägt zu einem gesunden Raumklima bei, ins-besondere für Allergiker und Asthma-tiker. Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Vorfertigung: Module können trocken, schnell und präzise errichtet werden, im Gegensatz zu feuchten Betonbaustoffen. Durch den Einsatz von Massivholz entstehen zudem schlankere Außen- und Innenwände, was die nutzbare Fläche erhöht; ein Holzbau bietet erfahrungsgemäß rund zehn Prozent mehr Nutzfläche als ein Massivbau gleicher Grundfläche.

 

Konstruktiv wurden Außen- und Innenwände als Massivholzwände aus Brettstapel- oder Brettsperrholz aus-geführt. Die Außenseite bildet jeweils die luft- und dampfdichte Schicht, ergänzt durch abgedichtete Stöße oder zusätzliche Holzwerkstoffplatten, je nach System. Auf eine zusätzliche Außendämmung wurde verzichtet.

Die Fassade besteht aus einer hinter-lüfteten Vorhangfassade aus Eternit-platten. Innenflächen wurden nur in Bereichen mit speziellen Anforder-ungen verputzt oder gefliest, etwa in Küchen und Sanitärbereichen.

 

Die Decken bestehen ebenfalls aus Massivholzkonstruktionen; auf den Geschossdecken wurde ein schwim-mender Estrich mit Fußbodenheizung verlegt. Die Dachdecke folgte der gleichen Konstruktionsweise, wurde jedoch als Gründach ausgeführt und mit einer Photovoltaikanlage ver-sehen.

 

Zur Förderung der Biodiversität wur-den Grünflächen erhalten, das Dach begrünt und zusätzliche Maßnahmen wie Nistkästen, Insektenhotels und insektenfreundliche Beleuchtung um-gesetzt. Energetisch ist das Gebäude auf einen sehr geringen Heizbedarf ausgelegt, weshalb eine kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe ausreicht; die Photovoltaikanlage unterstützt den Eigenstrombedarf.

 

Kunst am Bau wird gemäß Leitfaden berücksichtigt und in Kooperation mit regionalen Künstlern umgesetzt, um Identifikation, Ortsbezug und die kulturelle Qualität des Standortes zu stärken.