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Chemiepark Leuna IIIKonzeption Niederschlagswasserbewirtschaftung

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Flächenplan

 

Im Zuge des Strukturwandels beab-sichtigt die Kreisentwicklungsgesell-schaft Saalekreis mbH ein neues etwa 250 ha großes Industriegebiet zu erschließen.

 

Um für die Nutzung des Plangebietes als Industriepark Planungs- und Bau-recht herstellen zu können, wird derzeit ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Die Bewirtschaftung der anfallenden Niederschläge der neu versiegelten Flächen stellt eine zentrale Herausforderung dar. Daher sind hierfür diverse Planungs- und Gutachterleistungen notwendig.

 

Das Konzept zur Niederschlagswas-serbeseitigung und -bewirtschaftung wurde in der Erarbeitung und stän-diger Fortentwicklung unter Einbe-ziehung der Behörden und Träger öf-fentlicher Belange (Umweltamt, Kreis-entwicklungsgesellschaft Saalekreis) angefertigt. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes hat eine Fläche von 258,4 ha. Für den Geltungsbereich des B-Plangebietes ergibt sich unter Berücksichtigung der zulässigen Ver-siegelungsgrade eine befestigte Fläche von 137,7 ha, welche nieder-schlagswasserseitig entwässert wer-den muss.

 

Grundsätzlich wird das anfallende Re-genwasser in drei Kategorien unter-teilt:

  • Regenwasser mit Reinigungsbedarf gemäß Abwasserverordnung (AbwV):  Das Regenwasser muss einer Kläranlage zugeführt werden und wird dort behandelt.
  • Regenwasser mit Verschmutzung (Kategorie II und III): Das Regen-wasser kann nach einer geeigneten Vorreinigung versickert oder über Zwischenspeicher gedrosselt in ein Oberflächengewässer eingeleitet werden.
  • Regenwasser nicht verschmutzt: Das Regenwasser kann versickert oder über Zwischenspeicher gedrosselt in ein Oberflächenge-wässer (Vorfluter) eingeleitet werden.

Mit dem Konzept zur Regenwasserbe-wirtschaftung für den Bebauungsplan „Chemiepark Leuna III“ wird ange-strebt, das anfallende Niederschlags-wasser ortsnah zu bewirtschaften und eine umweltgerechte sowie rechts-sichere Behandlung sicherzustellen. Grundlage hierfür bilden die Regel-werke DWA-A 102/M 153, die Abwas-serverordnung (Anhang 22) sowie die einschlägigen Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG).

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Auftraggeber
Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis mbH
Leistungen

Studie Ingenieurbauwerke

Studie Ingenieurbauwerke

Tom Franitza
Safin Md. Ahmed

Studienzeitraum

08.2024 - 02.2026

Kosten netto

Varianten von 12,8 - 19,5 Mio. EUR

Fläche

137,7 ha


Chemiepark Leuna IIIKonzeption Niederschlagswasserbewirtschaftung

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Dabei steht die maximale Versickerung und Rückführung des Regenwassers in den natürlichen Wasserkreislauf im Vordergrund, während die Ableitung über die Kläranlage und die Vorfluter auf das erforderliche Mindestmaß zu begrenzen werden sollte. Auf diese Weise wird sowohl die Grundwasser-neubildung gefördert als auch die Ge-fahr des Zustroms von kontaminiertem Grundwasser aus dem Altstandort des früheren Chemiewerks südlich der Hochhalde verhindert.

 

Die zulässigen Befestigungsgrade ge-mäß Bebauungsplan sind verbindlich einzuhalten. Eine getrennte Erfassung und Behandlung von belasteten und unbelasteten Flächen sind vorzusehen. Niederschlagswasser aus nicht be-handlungsbedürftigen Flächen (z. B. Dachflächen, unverschmutzte Ver-kehrsflächen) soll vorrangig versickert oder verdunstet werden. Für mäßig bis stark belastete Flächen sind geeignete Vorreinigungsmaßnahmen (z.B. Sedi-mentation, Filtration, Abscheider) zu realisieren.

 

Alle technischen Anlagen sind be-messungs-, genehmigungs- und war-tungspflichtig. Ihre Funktionsfähigkeit ist dauerhaft zu gewährleisten. Änderungen der Nutzung oder Versie-gelung sind auf ihre Auswirkungen auf das Regenwasserkonzept zu prüfen und bei Bedarf anzupassen.

 

Durch die konsequente Umsetzung dieser Festlegungen wird eine hydrau-lisch stabile und ökologisch verträg-liche Regenwasserbewirtschaftung ge-währleistet, die sowohl den gesetz-lichen Anforderungen als auch den Standortbedingungen des Chemie-parks Leuna III entspricht.

Überschichtslageplan Regenwasserkonzept
Konzept Regenwasser
Konzept Rückhaltung