
Gegenstand der Studie war die Unter-suchung von Möglichkeiten zur seriel-len Sanierung einer Wohnsiedlung in der Kaiser-Wilhelm-Straße in Berlin-Lankwitz. Ziel war es, die Eignung verschiedener serieller Sanierungs-konzepte gegenüber einer konven-tionellen Fassadensanierung mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zu bewerten. Dabei sollten vier wirt-schaftlich und ökologisch optimierte Sanierungsansätze entwickelt werd-en, die sowohl die Besonderheiten des Gebäudebestands als auch aktu-elle energetische Anforderungen, ge-setzliche Vorgaben und Förderbe-dingungen berücksichtigen.
Die Studie wurde benötigt, um für den konkreten Gebäudebestand eine belastbare Grundlage für die weitere Sanierungsstrategie zu schaffen. Im Mittelpunkt stand die Frage, unter welchen technischen, wirtschaft-lichen und organisatorischen Rah-menbedingungen eine serielle Sanie-rung gegenüber einer konventionel-len Umsetzung sinnvoll und umsetz-bar ist. Neben der energetischen Ziel-erreichung waren insbesondere Wirt-schaftlichkeit, konstruktive Randbe-dingungen, Brandschutz sowie ökolo-gische Auswirkungen zu berücksich-tigen. Wichtig war, dass die Beratung Anbieterneutral erfolgte.
Zu Beginn erfolgte eine umfassende Analyse des Gebäudebestands. Untersucht wurden die energetische Ausgangssituation, thermische Schwachstellen sowie konstruktive Besonderheiten der Gebäude. Die Bauwerksdiagnostik bildete die Grundlage für die Entwicklung geeig-neter Sanierungsvarianten.
Darauf aufbauend wurden unter-schiedliche Konzepte für eine serielle Sanierung erarbeitet und einer kon-ventionellen WDVS-Lösung gegen-übergestellt. Es wurden die serielle vorgefertigten Varianten Holztafel-bauweise mit Holzoberfläche, Holz-tafelbauweise mit Putzoberfläche und Metallbauweise untersucht. Die Be-wertung erfolgte interdisziplinär unter Einbeziehung technischer, ökono-mischer, ökologischer und rechtlicher Aspekte. Ergänzend wurden kons-truktive und brandschutztechnische Anforderungen in die Betrachtung integriert. Die Berechnung des CO2-Fußabdruckes in der Ökobilanz mach-te die Klimawirkung der Varianten sichtbar. Ein wesentlicher Schwer-punkt lag auf der wirtschaftlichen Ef-fizienz der jeweiligen Varianten. Diese wurde durch eine Lebenszykluskos-tenbewertung unter Einbeziehung der Lebensdauer der Elemente und Instandhaltungshäufigkeit ermittelt.

PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH
Machbarkeitsstudie Architektur
EnEV
Fördermittelberatung
Studie Holzbau, Tragwerksplanung
Susanne Weidelt
Architektur
Susanne Weidelt
EnEV/Fördermittelberatung
Charlotte Darmer
Holzbau, Tragwerksplanung, Branschutz
HOLZBAU Plan+Werk GmbH
11.2024. - 05.2025
39.520 EUR
Gebäudeklasse 4
Wohnfläche 13.100 m²
Wohneinheiten 198





