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Schiffsschleusenanlage WedtlenstedtErsatzneubau der Westschleuse

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Der Ersatzneubau der Westschleuse Wedtlenstedt ist Teil des Ausbaus des Stichkanals Salzgitter. Die beste-hende Schleusenanlage genügt auf-grund der Anforderungen der moder-nen Binnenschifffahrt nur noch einge-schränkt und wird mit dem Ausbau künftig auch für Güterschiffe mit höheren Abladetiefen wieder erreich-bar. Insbesondere die bestehende Westschleuse ist baulich stark ge-schädigt und hat im Vergleich zur

 

Ostschleuse geringere Abmes-sungen. Deshalb wird sie durch einen Neubau ersetzt. Die bestehende Ost-kammer soll in das neue System ein-gebunden werden und als Spar-becken für die neue Westschleuse dienen. Dafür soll ein Verbindungs-kanal aus Stahlbeton zwischen beiden Schleusen hergestellt werden. Gleichzeitig soll die neue Schleuse betriebsbereit bleiben.

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Auftraggeber
JOHANN BUNTE
Bauherr

Wasserstraßen-Neubauamt Hannover

Leistungen

Ingenieurbauwerke                  LP 5
Tragwerksplanung                    LP 5
BIM-Koordination                      LP 5

BIM-Projektleitung

Christoph Großmann
Lukas Kadisch
Elke Plischke

Bestandserfassung

04.2024
Modellierung
06.2024

Anzahl der Fachmodelle

28

Baukosten

ca. 320 Mio. EUR


BIM-Anwendungsfälle

Bestandserfassung
Bestandsmodellierung
Koordination der Fachgewerke
Ableitung von Planunterlagen
Terminplanung der Ausführung
Baufortschrittskontrolle
Abrechnung von Bauleistungen
Projekt- und Bauwerks-dokumentation

Planungssoftware

Autodesk Revit
Allplan
Civil 3D
Tekla Structures
Desite MD
RIB iTWO

Koordinationssoftware

Navisworks Manage

Koordinationsplattform
Autodesk Forma (AN)
EPLASS (AG)


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Bestandserfassung/Bestands-modellierung

Für die Dokumentation des Bestandes wurde das vorhandene Bauwerk mit-tels drohnengestützter Vermessung digital erfasst und als verlässliche Grundlage für Planung, Koordination und weitere Projektbearbeitung auf-bereitet. Die gewonnenen Punktwol-ken wurden verarbeitet und zur modellbasierten Abbildung der vor-handenen Bauteile genutzt. So konnte der Bestand exakt nachmodelliert werden und stellt damit eine sichere, kollisionsfreie Planungsgrundlage dar. Darüber hinaus wurden Attribute so-wie der erforderliche Informations- und Detaillierungsgrad (LOD/LOI) pro-jektspezifisch definiert und ergänzt. Das daraus erzeugte Bestandsmodell wurde gemäß den vorgegebenen Klassifizierungs- und Strukturierungs-standards aufgebaut und abschlie-ßend durch Plausibilitätsprüfungen mit Vermessungsdaten sowie vorhan-denen Bauwerksunterlagen abge-glichen.

 

Koordination der Fachgewerke

Um eine koordinierte und kollisions-arme Planung sicherzustellen, werden die Fachmodelle der beteiligten Diszi-linen und Bereiche der Schleuse (Bau-

grube, Massivbau, Architektur und Blitzschutz) zusätzlich zur Synchroni-sation während der Bearbeitung in regelmäßigen Koordinationszyklen zu-sammengeführt und zu einem zentra-len Koordinationsmodell konsolidiert. Auf dieser Grundlage erfolgen syste-matische Kollisions- und Regelprü-fungen zur frühzeitigen Identifikation fachübergreifender Konflikte und Abweichungen. Die festgestellten Konflikte werden strukturiert doku-mentiert und über BCF-basierte Issue‑Management‑Prozesse den je-weiligen Fachbeteiligten zugewiesen. Die Nachverfolgung der Bearbei-tungsstände erfolgt kontinuierlich bis zur fachlichen Klärung und Konflikt-lösung.

 

Ableitung von Planunterlagen

Konsistente und koordinierte Plan-unterlagen werden direkt aus dem BIM‑Modell erzeugt. Hierzu zählen unter anderem Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Detailzeichnungen sowie modellbasierte Einbauteillisten und Listen mit Absteckkoordinaten. Die Planerstellung erfolgt auf Basis defi-nierter Planvorlagen, der festgelegten Attributstandards und Modellstruktu-ren, um eine konsistente Informations-darstellung sicherzustellen.

Terminplanung der Ausführung

Um die Ausführung effizient zu steuern werden Bauablauf und BIM‑Modell miteinander verknüpft, und Bauprozesse zeitlich simuliert. Durch den Einsatz von 4D‑Simula-tionen können Bauphasen, Bauzu-stände und Ausführungsreihenfolgen visuell dargestellt und analysiert werden. Hierfür werden Modellob-jekte mit den entsprechenden Vor-gängen des Terminplans verknüpft sowie Bauabschnitte und zeitliche Abhängigkeiten definiert. Die Simula-tion des Bauablaufs unterstützt die Bewertung geplanter Ausführungs-strategien, die Optimierung von Abläufen sowie die frühzeitige Identi-fikation potenzieller Konflikte. Ergän-zend ermöglichen Soll‑Ist‑Vergleiche eine transparente Fortschrittskontrol-le und schaffen eine belastbare Grundlage für Terminsteuerung und Projektkoordination.


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Baufortschrittskontrolle
Der tatsächliche Ausführungsstand wird digital erfasst, dokumentiert und mit dem geplanten Bauablauf abge-glichen. Grundlage hierfür sind regel-mäßige Baustellenerfassungen, die wie zur Bestandserfassung mittels drohnengestützter Aufnahmen durch-geführt werden. Die erfassten Infor-mationen werden mit den entsprech-enden Modellobjekten verknüpft und über Statuskennzeichnungen im BIM‑Modell abgebildet. Dadurch lassen sich Bauzustände und Fort-schritte transparent visualisieren so-wie Soll‑Ist‑Vergleiche durchführen. 

Die modellbasierte Fortschrittskon-trolle unterstützt eine nachvollzieh-bare Terminüberwachung und ermög-licht die frühzeitige Identifikation von Abweichungen im Bauablauf.

Abrechnung von Bauleistungen

Die Fachmodell dienen als Grundlage für die strukturierte Mengenermitt-lung und die nachvollziehbare Abrech-nung von Bauleistungen. Abrech-nungsrelevante Bauteile werden hier-für modellbasiert und strukturiert erfasst. Die in den Modellen hinterleg-ten Informationen ermöglichen regel-basierte Mengenauswertungen sowie eine bauteilorientierte Leistungsver-folgung. Darüber hinaus werden die ermittelten Mengen den entsprechen-den Positionen der Leistungsverzeich-nisse zugeordnet, um eine konsistente Verbindung zwischen Modell und Abrechnung herzustellen. Durch die fortlaufende Fortschreibung der Modelldaten entsprechend dem tat-sächlichen Baufortschritt kann die Abrechnung transparent, aktuell und nachvollziehbar unterstützt werden.

Projekt-/Bauwerksdokumentation
Für Dokumentationszwecke werden alle relevanten Projekt‑, Revisions‑ und Betreiberinformationen struktur-iert zusammengeführt und für die Übergabe an Betrieb und Facility Management aufbereitet. Grundlage hierfür ist die Pflege eines fort-geschriebenen Revisionsmodells, das den tatsächlich ausgeführten Bauzu-stand dokumentiert. Ergänzend werden Dokumente, Prüfprotokolle, Herstellerdaten und weitere betriebs-relevante Informationen mit den ent-sprechenden Modellobjekten ver-knüpft und in den aufgeführten ge-meinsamen Datenumgebungen (Koor-dinationsplattformen) abgelegt. Dies unterstützt eine konsistente Infor-mationsbereitstellung für Betrieb, Instandhaltung und spätere Anpas-sungen des Bauwerks.