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Forum am Schlosspark, LudwigsburgSanierungsprogramm STEP2
Erstellung Bestandsmodell und 
BIM-Gesamtkoordination

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Das Forum am Schlosspark ist eine etablierte und weit über die Region hinaus bekannte Kultur- und Kon-gressstätte und neben der Arena und der Musikhalle eine der drei Veran-staltungsstätten des Eigenbetriebs „Tourismus & Events Ludwigsburg“. 

 

Das Gebäude wurde im Jahr 1987 errichtet und 1988 in Betrieb genom-men. Das Bauwerk ist in vier Bauteile gegliedert und weist über alle fünf Geschossebenen rd. 17.500 m² Netto-grundfläche auf. 

 

Die Stadt Ludwigsburg beabsichtigte die Sanierung des Gebäudes und wollte darüber hinaus die Grundlage für eine zukünftige BIM-basierte Pla-nung legen. Um die Mehrwerte inner-halb des Planungsprozesses zu gene-rieren, war die Erstellung eines Be-standsmodells essenziell.

 

Das Bestandsmodell wurde so aufge-baut, dass zukünftige Fachplanungen darauf aufbauen können, das Modell

 

in verschiedene Autorensysteme (BIM-Systeme) eingelesen werden kann und für die Projektkoordinierung und Visualisierung verwendbar ist.

 

IPROconsult war in diesem Projekt für mehrere Leistungen beauftragt. Als  Generalplaner wurden wir für die Leis-tungen BIM-Management, BIM-Ge-samtkoordination und Objektplanung (LP 2-5) beauftragt sowie für die Erstellung des Bestandsmodells und der Bestandserfassung.

 

Vorbereitung des Bestandsmodells 

Im Rahmen des BIM-Managements wurden, zusammen mit dem Auftrag-geber, die Anforderungen an die BIM-basierte Arbeitsweise definiert. Dazu gehörten die Auftraggeberinforma- tionsanforderungen (AIA) in denen die BIM-Anwendungsfälle, der Level of Information Need (LOIN) sowie die Common Data Environment (CDE) festgelegt wurden. Nach Beauftra-gung der Bestandserfassung wurden alle Projektbeteiligten zu einem Kick-

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Auftraggeber
Stadt Ludwigsburg
Leistungen

BIM-Management                LP 1 - 5
BIM-Gesamtkoordination  LP 1 - 5
Architektur                            LP 2 - 5

Projektleitung

Christoph Großmann
Jenny Rauschdorf

Bestandserfassung

02.2022 - 01.2023
Projektplanung
10.2022 - laufend

Baukosten netto

103 Mio. EUR 

Flächen

BGF                                     19.557 m²
NUF                                      17.317 m²

Anzahl der Fachmodelle

44


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Off eingeladen und der BIM-Abwick-lungsplan (BAP) verfasst. Auf dieser Grundlage konnten alle Prozesse de-finiert und ausgeführt werden.

 

Bestandserfassung

Die Erstellung des Bestandsmodells erfolgte auf Basis einer Vermessung durch unseren Partner Hemminger Ingenieurgesellschaft. 

 

Das gesamte Gebäude wurde mit 1.756 Scanstandpunkte über Wochen hinweg und unter laufendem Betrieb aufgenommen. Dabei war eine enge Abstimmung mit den Nutzern erfor-derlich, um die Zugänglichkeit zu ge-währleisten und Proben, Bühnenum-bau oder Veranstaltungen nicht zu behindern.

 

Bestandsmodellierung

Die sich anschließende Modellierung auf Basis der Punktwolke wurde durch ein interdisziplinäres Team durchge-führt. Involviert waren Modellierer des Vermessungsbüros, Modellierer des Tragwerksplaners sowie unsere inter-nen Modellierer und BIM-Koordinato-ren. Es wurde ein zentrales Revit-Mo-dell in der CDE Autodesk Construc-tion Cloud (ACC) bereitgestellt, wo-rauf alle MitarbeiterInnen weltweit zugreifen konnten. Wichtig dabei war eine enge Abstimmung unter allen Be-teiligten durch wöchentliche Model-Reviews und das Durchsprechen von Änderungen/Anpassungen. Über den gesamten Prozess war ein BIM-Koor-dinator und Architekt involviert, um die Qualität sowohl fachlich als auch technisch zu sichern. Die Bestands-modellierung umfasste die Architektur des Gebäudes, die Bühnentechnik so-wie alle technischen Großkomponen-ten und sämtliche Leuchten (da diese später wieder verwendet werden sollten). Somit ergaben sich im Be-

stand folgende neun Fachmodelle:

  • Architektur Bauteil 1 bis 4
  • Bühnentechnik Bauteil 1 bis 4
  • Gebäudetechnik (Großkomponen-ten + Leuchten)

Um eine verlässliche Datengrundlage zu erhalten, wurden neben der Punkt-wolke auch die Bestandspläne vom Stahlbau oder den Fundamenten hin-zugezogen, um alle nicht sichtbaren Bauteile ebenfalls modellieren zu können.

 

Common Data Environment (CDE)

Über die gesamte Projektlaufzeit wurde die Autodesk Construction Cloud (ACC) als gemeinsame Projekt-plattform eingesetzt. Die ACC ermög-lichte einen browserbasierten Zugriff ohne Installationen für Planer, Ver-messer und Auftraggeber. Bereits während der Bestandserfassung wur-den die Punktwolken auf die ACC geladen und konnten durch alle Pro-jektbeteiligten mit dem integrierten Viewer angeschaut werden. Sämt-liche Fotos, Bestandspläne oder Pro-tokolle wurden auf der ACC verwaltet. Die eigens für das Projekt entwickelte Ordnerstruktur wurde so aufgebaut, dass sie für die weiteren Planungs-phasen genutzt werden kann. Auf der ACC wurde zudem zweiwöchentlich ein Koordinationsmodell hochgela-den, sodass der Auftraggeber jeder Zeit im Projekt einen transparenten Einblick in den Projektfortschritt hatte.

 

Qualitätssicherung und Aufgaben-/

Issuemanagement

Für die Koordination in der Prüfsoft-ware wurden alle Fachmodelle als IFC exportiert und in BIMcollab zur Prü-fung zusammengeführt. Neben geo-metrischen Konflikten (Überschnei-dungen, Duplikate), wurden auch alphanummerische Daten geprüft. 

Die umfasst zum Beispiel die richtige Angabe des Materials, der Tragfähig-keit, der Zuordnung als Innen oder Außenbauteil oder der korrekten Bau-teilkategorie. Die ist erforderlich, um bereits bei der Bestandsmodellierung die richtige Grundlage für die weitere Planung zu schaffen.

 

 

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BIM-Anwendungsfälle

Koordination der Fachgewerke
Ableitung von Planunterlagen
Qualitäts- und Fortschritts-kontrolle
Mengenermittlung
Dokumentation von Planungs-änderungen

Verwendete Software

Planungssoftware
Autodesk Revit (Architektur, Elektrotechnik, Bühnentechnik)
MicroStation (HLSK)
 Koordination & Prüfung
Autodesk Forma (CDE)
BIMcollab ZOOM (Kollisionsprüfung)
BIMcollab Nexus (Issuemanagement)
Navisworks Manage (Koordinationsmodell)
LUMION (Visualisierung)


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Neben der ACC als Datenablage für die Punktwolken, Bestandspläne und Fotos wurde eine weitere Plattform für das Issue-Management vorbereitet. Um alle Modellanpassungen an die je-weiligen Stellen weiterzuleiten, wurde mit BIMcollab Nexus eine Cloud-Anwendung bereitgestellt, die die Issues (BCF-Format) zwischen dem Autorensystem und der Prüfsoftware synchronisierte. Darüber war auch ein monatliches Reporting des Arbeits-standes möglich. Die Prüfergebnisse wurden dann an die entsprechenden Projektmitarbeiter zugewiesen.

 

Der Prozess lief dann wie folgt: 

  1. Modell mit Revit erstellen und als IFC exportieren
  2. Modell mit BIMcollab prüfen und Issues erstellen sowie zuweisen
  3. Issues auf BIMcollab Nexus synchronisieren
  4. Statusbericht erstellen und Besprechung durchführen

Termin- und Lieferplanung

Bereits im Angebot wurden die Termi-ne zur Fertigstellung des Bestands-modells besprochen. Dies wurde vor-ab mit der Vermessung abgestimmt. Nach Beauftragung wurden die Ter-mine mit dem Nutzer sowie dem Auf-traggeber verfeinert. Der gesamte Prozess hat aufgrund der Komplexität des Bauwerks ca. 11 Monate gedauert und einen Auftragswert von ca. 250.000 EUR.

 

Weitere Planungsphasen

Parallel zur Bestandsmodellierung wurde die laufende Vorentwurfspla-nung konventionell in 2D durchge-führt. Zum Abschluss der Leistungs-phase 2 konnten bereits neue Be-standspläne im Maßstab 1:200 aus dem Modell abgeleitet werden. Zudem wurde ein modellbasiertes Raumbuch erstellt, in dem alle Räume mit den dazugehörigen Sanierungs-maßnahmen beschrieben wurden.

Im Zuge der Leistungsphase 3 wurden alle beauftragten Fachplaner in den Prozess integriert. Diese haben auf Basis der AIA ihre Zusage zur BIM-basierten Planung erteilt. Aufgrund der Größe des Projektes mussten die Fachplanungen noch weitere Unter-teilungen der Modelle durchführen, sodass schlussendlich 44 Fachmodel-le aus neun Gewerken erstellt und koordiniert werden.

 

Die Prozesse zur modellbasierten Zu-sammenarbeit über die ACC sowie der Kollisionsprüfung konnten ohne größere Anpassungen weiter genutzt und in der Planungsphase fortgeführt werden.

Abbildung: Issuemanagement und Reporting
Abbildung: Terminplanung
Abbildung: Koordinationsmodell in BIMcollab Nexus
Abbildung: Schnitt durch das Gebäude